Freitag, 16. November 2018

Again webbing ... Be careful!

I received some webbing ... Some runners from climbing walls and some material retrieved from the mountains.
First lets look at the runners not exposed to the outdoors for a long time:



The weakest had signs of abrasion.








But still they held more than 10 kN which is enough for all loads in climbing halls.

The conclusion: As long as you replace runners with obvious signs of abrasion you are on the safe side.

Now comes the bad news.

In the material were some slings exposed to the outdoors. Retrieved from frozen waterfalls, fixed slings in walls etc.
For example this sling, exposed for 10-15 years on a crag. It was yellow once:






 6,3 kN are not very much. We are getting closer to the loads that are possible in climbing.

The next sling: On a belay ...


Breaking load only 4,02 kN. Here its getting dangerous, for rappelling it may be enough. But consider that Polyamide gets weaker when it is wet.

Now my negative record:


Breaking load only 3,8 kN.

We have a couple of documented accidents, when climbers used such slings for rappelling or lowering down the partner, and the slings broke under body weight without impact of a fall.


I could not find any rope which was too weak.
An example:
A rope in a frozen waterfall on a belay:

Inside static ropes you find sometimes a stripe where you can identify the rope.
This one is a Teufelberger semistatic rope
It was produced 1998, that means: 20 years old.


 It held 19,48 kN.

My conclusion:

I strongly recommend:

Do not trust slings exposed to the outdoors. They may fail under body weight.

I would even say: Just do not buy them. 

There is better stuff available, core/sheath constructed slings, or take your oldest rope and cut off a piece.

















Sonntag, 21. Oktober 2018

Comparison of 6 drops until fail

Here are the curves of 6 drops of an old semistatic rope.
Drop test according to the standard. 2 meters with 100 kg. Repeated until fail.
The rope failed in the 6th drop.

I tried to scale it and adapt it so it is a bit comparable.

The energy is always the same (in the first 5 drops). The peak is increasing as the elasticity plus friction in the knot goes down.

In the 6th drop the peak reached the breaking load of the rope. Some of the energy "landed on the ground"

Here is another rope: 5 falls, no fail. Similar pattern.

















Mittwoch, 17. Oktober 2018

First tests on my new drop test machine

The drop test machine is finished and I did the first drop tests.

And  more tests followed ...

And here are the numbers:


 The left 2 rows are the ropes Nr. 1 and 2 that held 5 drops, then comes rope Nr. 3 held two drops and broke at the 3rd drop. The ropes Nr. 4,5,6 held 1 drop and broke at the second.

The blue diamonds are the 60-cm drop test to measure the peak load. It shall not exceed 6 kN. They all would have passed that test.
The red squares are the first drtop: 2 meters, factor 1, attachment ate figure of 8 knots. The standard does not require measuring the peak load, but I did it. It is around 10 kN in the old ropes and 12 kN in the "new" (unused) rope.

Rope 1 amd 2 would have passed all tests.

But very important to know: Only the rope Nr. 1 is younger than the Eurostandard, the other ropes had been produced before.

And the standard is NOT matching the reality. The purpose of a standard is to make sure that ropes are fit for purpose.
And they are. Even if they hold only 1 drop, they for sure are fit for purpose. 

Good news for my theory:

Age is no discard criterion.

Samstag, 18. August 2018

Interview with Tractel

I sent some questions regarding life time of PPE to Tractel. Here I summarize the answers in english (The german original text is below):

Question: As we know you are the first and only supplier providing textile PPE without any limitation of the lifetime, like "10 years from manufacturing date". Do you know any other supplier?
Answer: As we know this is correct. We do not know any with unlimited lifetime for PPE.

Question: What were the reasons for extending the lifetime? Sustainability? Competitive advantage?
Answer: We have close contact to the retailer and to customers. In some applications the PPE is stored unused in a closet, or with little use. ... The user does not want to throw it away after a few years. Many users discard their PPE after 4-6 years. But if no damage or wear is visible this discard is difficult to argue. ... People do not want to make mistakes, so they stick to the 4-6 years as an argument for discard. It would be better to improve the training and knowledge of the users.

Question: Other suppliers have many arguments that a life time of 10 years for example is necessary (loss of strength, product liability,...) What are your arguments?
Answer: In your expertise frim 2013 you proved that 40 years old ropes held more than 10 kN in a knot. Considering a loss of strength of 50% due to the knot we still have 20 kN breaking strenth. Why should we discard ropes after 4 years?

German original text:

1. Nach unserem Wissen sind Sie das erste Unternehmen, das textile PSA ohne Einschränkung in Bezug auf das Herstellungsdatum anbietet. Stimmt das oder kennen Sie noch ein anderes Unternehmen?
Ja, nach meinem Kenntnisstand ist Ihre Einschätzung richtig. Auch ich kenne ansonsten keinen Anbieter auf dem Markt mit einer ähnlichen offenen Einschränkung im Bereich der PSAgA.

2. Was waren die primären Beweggründe? Umweltschutz und Nachhaltigkeit? Wettbewerbsvorteil? Aufgrund dessen, dass wir am Markt mit dem Händler den engen Kontakt zum Endverbraucher pflegen, bekommen wir somit das direkte Feedback durch 2 Kanäle mit. Auf der einen Seite informiert uns der Händler über seine Argumentationsnöte und andererseits sprechend wir mit dem Anwender. Dieser hat auch einmal eine persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) ordentlich in seinem Schrank gelagert und noch recht wenig gebraucht. Der Anwender möchte gerne einen hohen, bestmöglichen, Sicherheitsstandard und zugleich bestmöglichen Tragekomfort. Zeitgleich möchte er aber auch nicht nach wenigen Jahren diese PSAgA wegwerfen. Beispielhaft möchte ich anführen, dass man sich oft an den allgemein bekannten Zeitangaben z.B. bei Verbindungsmitteln (Seile/Bänder) von 4 - 6 Jahren gehalten hat. Wenn man nun der PSAgA nichts ansieht, hat es der Händler es sehr schwer in seiner Argumentation und derjenige welcher die PSAgA im Unternehmen ausgibt auch. Hier wird dann Geldmacherei unterstellt. Ob nun zu Recht oder zu Unrecht, dass vermag ich nicht zu sagen. Man möchte ja nichts falsch machen und klammert sich dann an diese 4 - 6 Jahre und hat somit ein Argument zum Austausch. Ob nun angebracht oder nicht. Sicher wäre es besser, wenn die Zyklen der Begutachtung bei der PSAgA kürzer wären und auch die Ausbildung der Anwender. Vielleicht wäre es sinnvoll hier Grundvoraussetzung, dass jemand PSAgA nutzen darf zu neu zu gestalten.


3. Andere Hersteller führen viele Argumente an, dass eine Ablagefrist von z.B. 10 Jahren unbedingt nötig ist (Festigkeitsverlust, Produkthaftung, ...). Sie haben sich sicherlich damit auseinandergesetzt. Wieso gelten diese Argumente für Sie nicht? Sie haben aber bereits in Ihrem im September 2013 vorgelegten Gutachten dargelegt, wie bis zu 40 Jahre alte Seile mehr als 10 kN ausgehalten hatten. Bei einer Bruchlastminderung im Knoten von 50% hatten also alle Seile eine Bruchlast von min. 20 kN. Warum sollte man diese also nach 4 Jahren wegwerfen?

4. Sie haben allerdings noch als Regel, dass nach einem Sturz in einen Auffanggurt das Teil zerstört werden muss, obwohl es nach unserem Wissen dafür auch kein Argument gibt. Was ist die Grundlage für diese Entscheidung? Wir haben eine durchgängige PSAgA Linie auf 150 kg zertifiziert. Also nicht nur mit den üblichen 100 kg zertifiziert und aus eigenen Stücken für beispielsweise 30 kg mehr freigegeben, sondern wirklich von der Zertifizierungsstelle mit 150 kg getestet. Das gilt bei uns vom Auffanggurt, bis hin zu einem speziellen Höhensicherungsgerät für die Arbeiten in der Hubarbeitsbühne. Und dies steht bei uns auch in den Zertifikaten drin. Auch hier haben wir nach meinem Kenntnisstand ein Alleinstellungsmerkmal.  Somit gelten hier im Ernstfall aber auch ganz andere Maximalbelastungen. Aus diesem Grunde haben wir hier die obligatorische Ausmusterung vorgesehen. Wir haben aber auch Gurte im Programm, die extra für den Absturzfall Sollbruchstellen aufweisen, damit der Anwender beispielsweise optimal mit seinem Verbindungsmittel aufgefangen wird. So z.B. der HT 120 mit seiner Anschlagmöglichkeit, speziell für die Nutzung einer Steigschutzschiene entwickelt. Dem sehen Sie dann auch gleich an den Sollbruchstellen der speziellen Nähte an, dass er gute Dienste geleistet hat und ausgemustert werden muß.


 



Freitag, 27. Juli 2018

Tractel hat das bestätigt und ich muss mein Ziel verändern.

Mein Ziel ist schon erreicht - jetzt suche ich mir ein neues Ziel.
"Ich möchte, dass in 5 Jahren das Ablaufdatum von PSA Geschichte ist."
Alle Hersteller haben dann die Lebensdauer aus ihren Gebrauchsanleitungen genommen und nur mehr die "echten" Ablegekriterien.

Als Vorbild kann gelten:

Was hier noch herausgenommen werden muss, ist der letzte Satz:
"Wenn das Produkt einen Absturz aufgefangen hat, muss es abgelegt werden."

Das hat keine Grundlagen. Wenn ein Sturz so hart ist, dass er den Gurt beschädigt, hat es vorher den Gestürzten getötet.

Donnerstag, 26. Juli 2018

Eine Sensation

Ich habe soeben über einen Facebookkontakt eine Information bekommen, die ich als Sensation einschätze: 
Normalerweise geben Hersteller von Gurten und Seilen, also von textilen Materialien eine maximale Lebensdauer von 5, 10, 12 Jahren an.
Mich hat das immer gestört, denn diese Angaben sind ohne jede empirische Grundlage. Die Materialien halten wesentlich länger, außer sie werden sehr intensiv verwendet und verschlissen oder beschädigt).

Nun habe ich entdeckt, dass ein Hersteller diese Angaben weggelassen hat und praktisch unbegrenzte Lebensdauer angibt. ich habe ihm nun eine Mail geschrieben, ob das auch stimmt.



Der Hersteller ist



Mittwoch, 11. April 2018

Decay of lumber



Evaluating Decay




Many ropes courses have been exposed to the outdoors now for many years. Operators and inspectors have to identify decay of lumber built in.
Decay has been the cause of some accidents. If poles break, it can cause severe accidents.
The community discusses this topic very intensely.
I wanted to conduct a first little test how people can identify rotten lumber – only by tapping with a hammer.

Test assembly:
I took three round logs with 12 cm diameter. They had different stages of decay. 7 people had to give a rating. (4 „experts“ who deal professionally with decay of ropes courses and 3 „normal“ people.
Then I made a pull test with the 3 samples plus one with a well stored piece of lumber.



The 3 samples:
  • Sample „bad“ (see picture above): very rotten.
  • Sample „medium“: clear signs of decay, but less than sample „bad“.
  • Sample „new“: looked new and sounded new, but was exposed to the outdoors for a couple of years.

I asked the question: Please rate the breaking force (in percentage of a not-exposed piece)

Tool:
Tapping with a hammer. The sound was very different between the 3 samples.

The pull test was conducted with 50 cm pieces, loaded in the middle until it failed.

Results

„Bad“
„medium“
„new“
Breaking load
8 kN
24 kN
46 kN

If you convert this to the rung of a giant ladder (3 meters, divide by 6):


„bad“
„medium“
„new“
Breaking load converted to 3 meters rung
1,3 kN
4,0 kN
7,7 kN

The very rotten rung („bad“) would be in a dangerous range, the other rungs would withstand the load.

Interesting the comparison to a sample not exposed, stored for 15 years under a roof:

It could hold 110 kN - 11 tons!

This very high breaking load was surprising.

As a rung you could load it with 1,8 tons – in the middle.



Here are the ratings („How many percent of the breaking load of a not exposed piece will hold the samples?“):

Name
„bad“
„medium“
„new“
Experte 1
30%
60%
95%
Experte 2
30%
15%
100%
Experte 3
40%
60%
90%
Experte 4
20%
30%
80%
Nichtexperte 1
20%
40%
80%
Nichtexperte 2
50%
30%
90%
Nichtexperte 3
30%
50%
70%
Maximum
50%
60%
100%
Minimum
20%
15%
70%
% of the unexposed sample
7,27%
22%
42%





No one had an idea of breaking loads of such pieces of round lumber. So they just estimated the percentage. And they were quite far away from the real loads.
However, all test persons identified the difference between lumber with no signs of decay and samples with signs of decay, and significantly reduced breaking load.

As inspector or operator you are facing a digital decision: Discard or use it one more year. This question was not asked and leads to further research.

Tob e continued.